KÜS Trend-Tacho: Zusatzleistungen beim Auto werden überwiegend rational gewählt

Bei Zusatzangeboten, über den reinen Autokauf hinaus, haben Kunden die Qual der Wahl. Jedenfalls theoretisch: Mit Ersatzwagen im Pannenfall, einem Fahrzeugpflege-Service, einer Garantieverlängerung, einem Hol- und Bringservice, besonderen Versicherungen und vielen Annehmlichkeiten mehr wird um Kunden geworben. Tatsächlich aber werden bevorzugt jene Optionen gewählt, die aus rein rationaler Sicht einen Vorteil versprechen. Das zeigt der aktuelle KÜS Trend-Tacho.

Vor allem wollen sich Autofahrer vor unerwarteten Kosten schützen – das ist für 16 % der Befragten ausschlaggebend, überhaupt ein Zusatzangebot wahrzunehmen. 13 % geben an, Komfort oder Zeitersparnis vorrangig zu sehen – die Präferenz gilt hier nicht dem Komfort allein. Ein günstiger Preis ist ebenfalls für 13 % ausschlaggebend, die Angst vor Reparaturen oder Pannen nennen 12 % als Kaufgrund für ein Extra. Auch die Absicherung eines neuen oder teuren Fahrzeugs steht recht hoch im Kurs: 11 % wollen die Investition in ein Fahrzeug durch ein geeignetes Zusatzangebot möglichst gut abgesichert wissen.

Weitere Argumente folgen mit erkennbar größerem Abstand: Der Werterhalt eines Fahrzeugs ist 7 % der Befragten eine Extraausgabe wert, bessere Planbarkeit von Kosten favorisieren 6 %. Auf Empfehlungen aus Freundes- und Familienkreis verlassen sich nur 5 % der befragten Personen, auf die Empfehlung oder Vorgabe eines Anbieters sogar nur 4 %. Ebenfalls 4 % nehmen eine Zusatzleistung nur wahr, weil sie durch die Finanzierung des Fahrzeugs verpflichtend ist.

Hat die gewählte Antriebsart eines Fahrzeugs Einfluss auf die Wahl einer Zusatzleistung? Zwischen den Kunden für konventionelle Motoren und den Fans alternativer Antriebe gibt es meist keine großen Unterschiede in der Einstellung gegenüber Zusatzangeboten – mit einer deutlichen Ausnahme: Die Angst vor einer Panne oder notwendigen Reparaturen ist bei Besitzern von Autos mit konventionellem Antrieb höher als bei jenen, die einen alternativen Antrieb bevorzugen (14 versus 4 %).

„Autokäufer sind zurückhaltend, wenn es um Zusatzleistungen geht. Wenn kostenpflichtige Zusatzleistungen gewählt werden, dienen sie vor allem dem Schutz vor nicht planbaren Ausgaben oder Pannen. Das zeigt der aktuelle KÜS Trend-Tacho sehr deutlich“, so KÜS-Hauptgeschäftsführer Peter Schuler. „Auffallend ist, dass die Sorge vor Reparaturen oder Pannen in dieser Umfrage bei konventionellen Antrieben ausgeprägter ist als bei den alternativen Optionen. Das spricht für steigendes Vertrauen in neue Technologien.“

Der Trend-Tacho wird für die KÜS und das Fachmagazin kfz-betrieb von Wolk & Nikolic After Sales Intelligence GmbH (Köln) erstellt. Es handelt sich um eine Online-Befragung von 1.000 Personen. Zielpersonen sind Pkw-Fahrer, die im Haushalt für Fragen rund um das Auto mitverantwortlich sind. Die Befragung wurde im September 2026 durchgeführt. Die Gewichtung der Befragungsergebnisse erfolgt mit den KBA-Daten (Bestandsanteile Pkw-Marken, Alterssegmente

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